Fit für den ersten Törn als Skipper

Skippertraining Bretagne, 8. bis 15. September 2001

Port du Crouesty ist ein idealer Hafen, nicht nur als Ausgangspunkt für Törns entlang der bretonischen Südküste, sondern auch für die Durchführung eines Skippertrainings. In seinen sechs Hafenbecken gibt es viele Stege und daher jede Menge unterschiedliche Möglichkeiten zum An- und Ablegen. Es sind breite und enge Fahrwasser vorhanden, um das Manöverieren einzuüben und Sicherheit im Umgang mit dem Boot und dem Einsatz der Crew zu gewinnen (wer übt welche Funktion und in welcher zeitlicher Abfolge aus?).

Zuerst einmal gabs aber die übliche Routine der Einschiffung; Bunkern des Proviants, Schiffsübernahme und Funktionskontrolle, wobei letztere bereits als Bestandteil des Trainings erfolgte. Angehende Skipper müssen sich der Bedeutung dieses technischen Checks bewusst werden, Nachlässigkeit kann sich rächen. Nach der umfassenden Sicherheitseinweisung erfolgte am Sonntag Morgen ein theoretischer Teil über die Vorbereitung eines Törns. Je besser die Vorbereitung, desto sicherer der Erfolg. Zur Vorbereitung gehört auch das «Segeln im Kopf» – Segel- und Hafenmanöver sollen im Geiste durchgespielt und dabei die Kommandos repetiert werden – sowie die mentale Einstellung auf die Crew, das möglicherweise anzutreffende Wetter und die unterschiedlichen Seegangsbedingungen. «Do’s and Dont’s» rundeten den theoretischen Teil ab.

Hafen- und Segelmanöver
Die Tagesprogramme waren jeweils in zwei Blöcke aufgeteilt, Hafenmanöver im einen, Segelmanöver im andern. Kern der Sache bei den Hafenmanövern ist, dass man sich des Verhaltens des Schiffes unter Motor bewusst wird, und dass man sich den Schraubeneffekt zu Nutze machen kann. In Verbindung mit geschickter Leinenarbeit lassen sich Dickschiffe alsdann auch in kniffligen Situationen beherrschen und selbst das Drehen des Schiffes vom einen auf den andern Bug am Steg und unter beengten Verhältnissen kann mit Leichtigkeit ausgeführt werden. Je mehr Manöver gefahren wurden, desto entspannter ging die Crew die Sache an. Selbst enge Anlegestellen, das rückwärts Einparken oder schwierige Ablegemanöver vermochten sie nicht mehr abzuschrecken.

Die Segelmanöver dienten unter anderem dem Einüben der Kommandos. Ein Skipper muss sich die Fähigkeiten erwerben, ein Schiff und die Mannschaft in vielerlei Situationen mit Umsicht und Überblick führen zu können, was ohne richtige Kommandos nicht geht. MOB-Manöver, das Verhalten bei Wassereinbruch, bei Nebel oder bei einem Wantenbruch und weiteren unvorhergesehenen Vorfällen wurden durchgespielt. Segeltrimm und Navigationsaufgaben, inklusive ein Tag mit Tidennavigation, gehörten ebenfalls zum Programm.

Skipperverantwortung einüben
Für jeden Tag wurde übrigens ein Tagesskipper bestimmt, der mit Ausnahme der Hafenmanöver die Verantwortung für Schiff und Crew unter Aufsicht übernahm. Bei einem Schlag nach Le Palais auf Belle Ile und in den wunderschönen Golf von Morbihan mit seinen starken Strömungen blitzten die landschaftlichen Reize des Reviers auf, die beim anschliessenden Tidentörn in vollen Zügen genossen werden konnten.

Zurückgelegte Seemeilen: 102. Die Crew: Dorothée und Peter Allenbach, Martin Benninger, Alexandre Klug, Nicole Kuchelmeister, Andreas Wuethrich.
Skipper und Ausbildner: Heinz Ernst Daester.

Biskaya Crew

Angehende Skipper müssen gute Navigatoren sein. Deshalb: Üben, Üben, Üben.

 


 


 


 


 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

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